Tag 8 (9.8.): Aufbruch mit Höhle (Cerkno – Planinsko polje)
Der Cerkno Cup 2004 ist Geschichte, so brechen wir auf, um den Rest des Landes
kennen zu lernen. Um die Frische des Morgens auszunutzen, beschließen
wir, bei der frühen Aufstehzeit der letzten Tage zu bleiben. So kommen
wir um neun vom Zeltplatz als letzte OL-Gäste los (außer uns sind
nur vier junge Ungarn eine weitere Nacht im Massenlager der Turnhalle geblieben).
Frühstück am Supermarkt, dann ab auf die Piste.
Erstaunlicherweise kommen wir sehr gut bis Idrija, aus dem Auto hatte die Steigung
schlimmer ausgesehen. Kurze Fahrt durch die wenig spektakuläre Innenstadt,
dann zum Divje jezero, dem „Wilden See“, einer Karstquelle, eigentlich
einem größeren Teich, der wunderschön vor einer riesigen Felswand
im Wald liegt. Im Moment aber ist die Quelle nicht aktiv und somit ein ruhiges
romantisches Plätzchen. In Godovič erreichen wir eine Art Hochebene, dahinter
Klönschnack mit Kühen und Brotzeit unter einer alten Kirsche.

Im romantischen Tal der Idrijca (die Hauptstraße daneben sieht man ja nicht...)

Die Karstquelle Divje jezero – wegen Trockenheit nicht aktiv

Slowenischer Karstbewohner
Vor Planina sehen wir wunderschön unsere erste Polje, die Planinsko polje,
neben der Straße liegen, begrenzt durch einen Steilhang. Um 17 Uhr bekommen
wir als einzige Gäste eine Privatführung durch die Höhle Planinska
jama, die sehr beeindruckend ist. Aus ihr tritt der Fluss Unica an die Oberfläche,
der durch die Polje fließt und an deren Ende wieder im Untergrund versickert.
Es sind riesige imposante Säle, wir kommen zum unterirdischen Zusammenfluss
der Flüsse Rak und Pivka, die gemeinsam die Unica bilden. Manchmal Stille,
dann wieder Wassergetöse. Eine Minute machen wir die Lampen aus und –
nichts. Absolute Dunkelheit. Besonders tolle Tropfsteine gibt es in dieser Höhle
nicht, allein die Dimension beeindruckt. Dafür sehen wir einige Grottenolme.
Leider ist es ziemlich neblig, so dass wir nicht immer bis zum Fluss tief unter
uns hinabblicken können.
Nach der Höhlentour finden wir sehr schnell einen schönen Zeltplatz
mitten in der Polje zwischen Planina und Laze hinter einem Gebüsch. Es
sind noch sehr viele Feierabendradler, Inlineskater und Jogger unterwegs –
scheint ein sportliches Volk zu sein, die Slowenen.
63,1 km – 17,2 km/h