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Karst 2004

Tag 40 (10.9.): Es geht heimwärts (Čilipi – Duisburg)

Unser Flieger der LTU hebt um 11.50 Uhr ab – so haben wir vorher genug Zeit, zu frühstücken, in Ruhe unseren Kram umzupacken und die Räder mit den aufgeschnittenen Pappkartons zu bekleben, die wir gestern in einem Supermarkt besorgt haben, nachdem man uns in der Touristinfo in Dubrovnik hatte weismachen wollen, dass es in der Stadt keinen Fahrradladen gibt. Da wir aber auch keine gelben Seiten auftreiben konnten, konnten wir diese Behauptung leider nicht widerlegen. Die Pappe jedoch leistet eine genauso gute Arbeit, wie ein Fahrradkarton dies getan hätte – die Räder landen wohlbehalten.

Wir haben einen prima Flug mit lecker Essen und guter Sicht auf der gesamten Strecke, bloß leider sitzen wir auf der rechten Seite und können so nichts mehr von unserer zurückgelegten Strecke sehen als Mljet und den Pelješac. Denn wir schlagen einen Kurs übers Landesinnere ein, überqueren Bosnien-Herzegowina (Mostar und das Sumpfgebiet Hutovo Blato sind erkennbar), Slawonien, sehen in der Ferne den Balaton, den Neusiedler See, Wien und die Donau-Auen sowie ein tschechisches Atomkraftwerk – ob es Temelin ist?

Im Flieger – auch die schönste Reise geht irgendwann zu Ende...
Im Flieger – auch die schönste Reise geht irgendwann zu Ende...

Schon nach einer Stunde vierzig landen wir in Leipzig zwischen, wo ein Teil der Passagiere uns verlässt und einige neu hinzusteigen. Dabei muss wohl irgendwer abhanden gekommen sein, denn die Stewardessen zählen mehrmals alle Passagiere durch. Dann noch die kurze Verbindung zum LTU-Heimathafen Düsseldorf, mit Superblick auf den Harz, alle Orte und das Brockenplateau sind erkennbar. Über Göttingen fliegen wir genau hinweg – gemein für Ina, die dort nachher wieder hin muss.

Im Flughafengebäude warten unsere Räder schon auf uns, auch das Gepäck ist schnell beisammen. Jetzt heißt es erstmal Abschied nehmen voneinander. Ina macht sich auf zum Bahnhof, um einen Zug nach Göttingen zu erwischen, denn sie muss sich dort eine neue Wohnung suchen. Mir stehen noch zwei volle Tage Heimfahrt nach Vechta bevor. Zunächst jedoch bahne ich mir den Weg mit dem Rad nach Duisburg-Neudorf, wo Jutta und Siegfried mich schon mit einem Hawaiitoast und Weinchen erwarten. Wie gut, dass man Verwandte hat: im Gästebett verbringe ich eine himmlische Nacht!

30,2 km – 18,7 km/h

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