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Karst 2004

Tag 4 (5.8.): Der erste Pass (Ljubljana – Cerkno)

Obwohl es mir morgens immer noch nicht gut geht, beschließen wir wegen des morgen beginnenden Orientierungslaufs (OL), Richtung Cerkno aufzubrechen.

Wir fahren auf Nebenstraßen durch die Täler von Sava und Sora nach Škofja Loka. Je länger wir fahren, desto besser geht’s mir wieder. Wir radeln in einer wunderschönen Kulturlandschaft durch ein Dorf nach dem anderen, alle sehr idyllisch. In Škofja Loka, der Stadt mit dem am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern Sloweniens (laut Reise Know-How...), schieben wir die Räder ein wenig durch die malerische, aber sehr überschaubare Innenstadt und essen ein paar Scheiben Brot am Fuße des Schlossberges. Wie gestern ist es wieder unerträglich heiß und drückend.

Blick auf Škofja Loka
Blick auf Škofja Loka

Burgberg von Škofja Loka
Burgberg von Škofja Loka

Weiter geht’s das Tal der Poljanščica hinauf, zunächst recht eben, ab Gorenja vas dann langsam steiler werdend. Die Straße windet sich durch tollen Schatten spendenden Wald immer weiter hinauf. Am Ende gibt’s gar richtige Serpentinen mit 10 % Steigung, bevor wir den höchsten Punkt mit 787 m erreichen. Zu unserem Erstaunen ist dies jedoch kein klassischer Pass, sondern das Dorf Kladje auf dem Gipfel eines Berges.

Steile Auffahrt nach Kladje
Steile Auffahrt nach Kladje

Die letzten 7 km nach Cerkno entpuppen sich als rasante Abfahrt und wir sind froh, diesen Berg von der anderen Seite erklommen zu haben. Zunächst erblicken wir Cerkno tief unter uns in einem Talkessel, dann sind wir auch schon da. Ein kleiner beschaulicher Wintersportort, umgeben von hohen Bergen.

Ländliche Idylle kurz vor Cerkno
Ländliche Idylle kurz vor Cerkno

Mit der Anmeldung zum 3-Tage-OL „Cerkno Cup“ klappt alles problemlos und wir bauen unser Zelt auf der kleinen Wiese hinter der Grundschule auf, wo schon einige andere Zelte stehen. Als Überraschung haben sich nun auch Marika und Maxim dazu entschlossen, am Lauf teilzunehmen, und wir treffen sie hier wie einige andere deutsche OLer. So ist unser Hinkommen zu den einzelnen Etappen gesichert!

63,8 km – 13,9 km/h

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