Tag 4 (5.8.): Der erste Pass (Ljubljana – Cerkno)
Obwohl es mir morgens immer noch nicht gut geht, beschließen wir wegen
des morgen beginnenden Orientierungslaufs (OL), Richtung Cerkno aufzubrechen.
Wir fahren auf Nebenstraßen durch die Täler von Sava und Sora nach
Škofja Loka. Je länger wir fahren, desto besser geht’s mir wieder.
Wir radeln in einer wunderschönen Kulturlandschaft durch ein Dorf nach
dem anderen, alle sehr idyllisch. In Škofja Loka, der Stadt mit dem am
besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern Sloweniens (laut Reise Know-How...),
schieben wir die Räder ein wenig durch die malerische, aber sehr überschaubare
Innenstadt und essen ein paar Scheiben Brot am Fuße des Schlossberges.
Wie gestern ist es wieder unerträglich heiß und drückend.

Blick auf Škofja Loka

Burgberg von Škofja Loka
Weiter geht’s das Tal der Poljanščica hinauf, zunächst recht
eben, ab Gorenja vas dann langsam steiler werdend. Die Straße windet sich
durch tollen Schatten spendenden Wald immer weiter hinauf. Am Ende gibt’s
gar richtige Serpentinen mit 10 % Steigung, bevor wir den höchsten Punkt
mit 787 m erreichen. Zu unserem Erstaunen ist dies jedoch kein klassischer Pass,
sondern das Dorf Kladje auf dem Gipfel eines Berges.

Steile Auffahrt nach Kladje
Die letzten 7 km nach Cerkno entpuppen sich als rasante Abfahrt und wir sind
froh, diesen Berg von der anderen Seite erklommen zu haben. Zunächst erblicken
wir Cerkno tief unter uns in einem Talkessel, dann sind wir auch schon da. Ein
kleiner beschaulicher Wintersportort, umgeben von hohen Bergen.

Ländliche Idylle kurz vor Cerkno
Mit der Anmeldung zum 3-Tage-OL „Cerkno Cup“ klappt alles problemlos
und wir bauen unser Zelt auf der kleinen Wiese hinter der Grundschule auf, wo
schon einige andere Zelte stehen. Als Überraschung haben sich nun auch
Marika und Maxim dazu entschlossen, am Lauf teilzunehmen, und wir treffen sie
hier wie einige andere deutsche OLer. So ist unser Hinkommen zu den einzelnen
Etappen gesichert!
63,8 km – 13,9 km/h