Tag 28 (29.8.): Šibenik (Skradin – Trogir)
Nach einem Käffchen kommen wir heute gut los, um kurz nach neun schon radeln
wir munter den Hang aus dem Krka-Tal hinauf Richtung Šibenik. Kurz vor
der Stadt finden wir einen riesigen Supermarkt, der wider unser Erwarten am
Sonntag geöffnet hat. Hier finden wir endlich mal wieder Bolognese-Tütensoßen
und das erste Mal in Kroatien die heiß ersehnte Erdnussbutter.

Skradin am Morgen
In Šibenik stellen wir die Räder an der Promenade ab und verbringen
den Vormittag mit Herumschlendern durch die Gassen der Altstadt, die uns wieder
einmal sehr gut gefällt. Alles sehr verwinkelt, dazwischen die beeindruckende
Kathedrale, in die wir leider nicht hineinkommen, da gerade Messe gehalten wird.
Überall zwischen den Häusern haben Leute ihre Wäsche aufgehängt,
was sehr zum malerischen Stadtbild beiträgt. Die Besichtigung der Burg
sparen wir uns, da sie 10 Kuna kostet, dafür gönnen wir uns lieber
ein Eischen. Interessant finde ich auch den Friedhof zu Füßen der
Burg – anscheinend werden die Toten hier nicht begraben, sondern wie oft
in Südeuropa einfach in Grabkammern geschoben.

Die Kathedrale von Šibenik

Friedhof oberhalb der Stadt
Nach einem Power-Mittag in einem kleinen Park mit Müsli und Obstsalat haben
wir wieder genug Energie, um die 50 km bis Trogir in Angriff zu nehmen. Obwohl
ich gestern Abend noch ziemlich kaputt war, ich glaub immer noch vom Velebit-Abstieg,
fallen mir die Berge heute erstaunlich leicht – schließlich müssen
wir wieder 424 m hoch radeln, was ziemlich viel Schweiß kostet. Dafür
haben wir kurz vor der Abfahrt zum Meer einen fantastischen Blick auf Trogir,
Split und die dalmatinische Inselwelt. Schnell sind wir unten.

Landschaft hinter Šibenik

Der erste Wein ist schon reif

Dalmatien liegt uns zu Füßen
Wir lassen Trogir zunächst links, nein eigentlich rechts, liegen und fahren
hinüber auf die Insel Čiovo, wo wir ein nettes Nachtplätzchen vermuten.
Wir halten uns links und finden nach etwa 2 km eine kleine Badeplattform vor
dem nächsten Dorf, auf der wir uns niederlassen. Vor dem Abendbrot springen
wir wieder ins Meer – das ist total praktisch hier, dass wir jeden Tag
baden können. So wird man sauber und kann die nächste Campingplatznacht
zum Duschen noch ein wenig hinauszögern.
Zum Abendbrot gibt es Reis mit dicken Bohnen und Chili-Geschmack, da wir aber
heut so gar nicht satt werden wollen, essen wir noch eine Kartoffel-Crème
fraîche-Suppe und zu guter letzt endlich das Globi-Mousse au chocolat
hinterher – hmmm!
Da es sich hier so schön anbietet und es eine so tolle Vollmondnacht mit
Blick auf das beleuchtete Split ist, beschließen wir heute ohne Zelt zu
schlafen.
72,1 km – 17,3 km/h