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Karst 2004

Tag 28 (29.8.): Šibenik (Skradin – Trogir)

Nach einem Käffchen kommen wir heute gut los, um kurz nach neun schon radeln wir munter den Hang aus dem Krka-Tal hinauf Richtung Šibenik. Kurz vor der Stadt finden wir einen riesigen Supermarkt, der wider unser Erwarten am Sonntag geöffnet hat. Hier finden wir endlich mal wieder Bolognese-Tütensoßen und das erste Mal in Kroatien die heiß ersehnte Erdnussbutter.

Skradin am Morgen
Skradin am Morgen

In Šibenik stellen wir die Räder an der Promenade ab und verbringen den Vormittag mit Herumschlendern durch die Gassen der Altstadt, die uns wieder einmal sehr gut gefällt. Alles sehr verwinkelt, dazwischen die beeindruckende Kathedrale, in die wir leider nicht hineinkommen, da gerade Messe gehalten wird. Überall zwischen den Häusern haben Leute ihre Wäsche aufgehängt, was sehr zum malerischen Stadtbild beiträgt. Die Besichtigung der Burg sparen wir uns, da sie 10 Kuna kostet, dafür gönnen wir uns lieber ein Eischen. Interessant finde ich auch den Friedhof zu Füßen der Burg – anscheinend werden die Toten hier nicht begraben, sondern wie oft in Südeuropa einfach in Grabkammern geschoben.

Die Kathedrale von Šibenik
Die Kathedrale von Šibenik

Friedhof oberhalb der Stadt
Friedhof oberhalb der Stadt

Nach einem Power-Mittag in einem kleinen Park mit Müsli und Obstsalat haben wir wieder genug Energie, um die 50 km bis Trogir in Angriff zu nehmen. Obwohl ich gestern Abend noch ziemlich kaputt war, ich glaub immer noch vom Velebit-Abstieg, fallen mir die Berge heute erstaunlich leicht – schließlich müssen wir wieder 424 m hoch radeln, was ziemlich viel Schweiß kostet. Dafür haben wir kurz vor der Abfahrt zum Meer einen fantastischen Blick auf Trogir, Split und die dalmatinische Inselwelt. Schnell sind wir unten.

Landschaft hinter Šibenik
Landschaft hinter Šibenik

Der erste Wein ist schon reif
Der erste Wein ist schon reif

Dalmatien liegt uns zu Füßen
Dalmatien liegt uns zu Füßen

Wir lassen Trogir zunächst links, nein eigentlich rechts, liegen und fahren hinüber auf die Insel Čiovo, wo wir ein nettes Nachtplätzchen vermuten. Wir halten uns links und finden nach etwa 2 km eine kleine Badeplattform vor dem nächsten Dorf, auf der wir uns niederlassen. Vor dem Abendbrot springen wir wieder ins Meer – das ist total praktisch hier, dass wir jeden Tag baden können. So wird man sauber und kann die nächste Campingplatznacht zum Duschen noch ein wenig hinauszögern.

Zum Abendbrot gibt es Reis mit dicken Bohnen und Chili-Geschmack, da wir aber heut so gar nicht satt werden wollen, essen wir noch eine Kartoffel-Crème fraîche-Suppe und zu guter letzt endlich das Globi-Mousse au chocolat hinterher – hmmm!

Da es sich hier so schön anbietet und es eine so tolle Vollmondnacht mit Blick auf das beleuchtete Split ist, beschließen wir heute ohne Zelt zu schlafen.

72,1 km – 17,3 km/h

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