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Reisebericht

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Karst 2004

Tag 25 (26.8.): Über den Vaganski vrh zurück nach Starigrad (Nacionalni Park Paklenica)

Wir stehen früh auf und brechen um 8 Uhr bei dichter Bewölkung auf, da wir uns eine lange Route für heute vorgenommen haben: Über den höchsten Gipfel des Velebits, den Vaganski vrh (1757 m), und durch die kleine Schlucht Mala Paklenica zurück nach Starigrad.

Nach erneutem Auftanken am Marasovac steigen wir auf, kommen langsam in die Wolken und geraten schließlich auf einen Grat, auf dem uns der Wind fast wegpustet, so dass wir widerwillig umkehren müssen. Von der Sichtweite um hundert Meter wär’s gegangen, aber so wird es uns zu heikel. Als wir nach zwei Stunden zurück an der Hütte sind, liegt auch bereits hier alles im Nebel. Eine richtige Macbeth-Stimmung. Eigentlich wollen wir gleich weiter absteigen, um wenigstens noch durch die Mala Paklenica zu wandern, doch der Hüttenwart überredet uns, noch zum Mittagessen zu bleiben. Andreas und Ines sowie der Freund sind auch noch da. Während des leckeren Essens fängt es erst an zu regnen, dann zieht ein heftiges Gewitter über uns hinweg, mit Orkanböen und solch starkem Hagel, dass die Schubkarre, die der Hüttenwart zum Auffangen hinstellt, innerhalb weniger Minuten voll ist. Als wir das jedoch überstanden haben, klart es plötzlich auf und wird nahezu freundlich. So entschließen wir uns, einen zweiten Anlauf zum Vaganski vrh zu unternehmen und stattdessen auf die Mala Paklenica zu verzichten.

Ina zieht ne Schnute – alles im Nebel...
Ina zieht ne Schnute – alles im Nebel...

Zurück an der Struge-Hütte, mit Andreas, Ines, dem Kumpel und dem Hüttenwart
Zurück an der Struge-Hütte, mit Andreas, Ines, dem Kumpel und dem Hüttenwart

Diesmal läuft es reibungslos, der Blick vom Gipfel reicht bis zu den äußeren Inseln vor Zadar und auf der Landseite über das weite Lika-Tal und die dahinter liegenden Berge.

Karge Bergwelt des Velebits
Karge Bergwelt des Velebits

Auf dem Gipfel des Vaganski vrh, höchster Punkt des Velebit-Gebirges
Auf dem Gipfel des Vaganski vrh, höchster Punkt des Velebit-Gebirges

Da wir noch einen weiten Weg vor uns haben, müssen wir uns etwas beeilen. Wir bleiben nur kurz auf dem Gipfel und steigen durch ein äußerst steiles Geröllfeld, in dem wir so einige Male ins Rutschen geraten, ab zur Hütte Dom u Paklenici. Der Abstieg von über 1000 m geht ganz schön in die Beine und ist fast anstrengender als der Aufstieg.

Schon wieder ein Schmetterheini – diesmal ein Bläuling
Schon wieder ein Schmetterheini – diesmal ein Bläuling

An der Hütte kurze Brotzeit, dann geht’s durch die Velika Paklenica zurück zum Campingplatz, wo wir ziemlich fertig ankommen. Wieder Zelt aufbauen, Nudeln kochen, dann ab in den Schlafsack. Am Abend und in der Nacht jedoch zieht wieder ein dermaßen starker Sturm über uns hinweg, dass ich einige Male denke, gleich fliegt hier alles weg. An ordentlichen Schlaf ist erstmal nicht zu denken. Zum Glück beruhigt es sich irgendwann nach Mitternacht.

0 km

Etwa 30 km gewandert in zwei Tagen

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