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Karst 2004

Tag 20 (21.8.): Gedränge an den Plitvitzer Seen (Plitvička jezera)

Wir haben supergut geschlafen – die Erschöpfung macht’s möglich. Als wir aus dem Zelt schauen, glauben wir unseren Augen nicht trauen zu können – grauer Himmel! So etwas hatten wir seit dem Gewitter in Slowenien nicht mehr! Ist man gar nicht mehr gewohnt. Dennoch brechen wir zu den Seen auf, ein Paar aus Polen nimmt uns mit zum Haupteingang. Menschenmassen strömen in den Nationalpark hinein. Wir kaufen brav unser Zweitages-Ticket und sahnen einen Studentenrabatt ab – 10 € sind’s dennoch für jeden.

Wir gehen es heute ganz gemütlich an und beginnen mit den unteren Seen. Schlendern ruhig am Jezero Kozjak entlang, der türkis leuchtet. Dann erwischt uns ein heftiger Schauer, doch eine mächtige Buche bietet uns Schutz vor den Unbilden des Wetters. Danach klart es glücklicherweise auf und die Sonne kommt hervor.

Der Jezero Kozjak nach dem Sturzregen
Der Jezero Kozjak nach dem Sturzregen

Weiter abwärts erwartet uns eine Kette kleinerer Seen, wie Perlen an einer Schnur. Sie sind über wundervolle Wasserfälle, Kaskaden und Sinterterrassen miteinander verbunden, in den kurzen Bachabschnitten tummeln sich riesige Fischschwärme. Ist die Frage, ob es hier mehr Fische oder mehr Touris gibt? Jeder möchte ein Erinnerungsbild von sich vor dem Wasserfall machen und auf den schmalen Holzstegen müssen auch wir zum Fotografieren ein gutes Portiönchen Geduld mitbringen, um manche Motive ungestört ablichten zu können. Es ist supertoll hier und einfach jede Ecke total fotogen. Hinter dem Veliki slap, dem „großen Wasserfall“, mit 78 m dem höchsten Kroatiens, wählen wir den Weg auf der anderen Seite hoch oberhalb der Seen zurück, wo es glücklicherweise nicht ganz so voll ist. Zurück zum Ausgangspunkt nehmen wir dann – es sei uns verziehen – das Touriboot über den Jezero Kozjak, dessen Benutzung im Eintrittspreis inbegriffen ist.

Massen an Fischen tummeln sich in den Bächen
Massen an Fischen tummeln sich in den Bächen

Wasser wo man nur hinschaut
Wasser wo man nur hinschaut

Ein Wasserfall schöner als der andere
Ein Wasserfall schöner als der andere

Holzstege führen über die Seen und Teiche
Holzstege führen über die Seen und Teiche

Hirschzungenfarn gedeiht nur in sehr feuchten Ecken
Hirschzungenfarn gedeiht nur in sehr feuchten Ecken

Die unteren Seen sind von steilen Kalkfelsen eingeschlossen
Die unteren Seen sind von steilen Kalkfelsen eingeschlossen

Der Rückweg zum Campingplatz erweist sich als komplizierter als gedacht, denn den Shuttle-Bus um 17 Uhr haben wir verpasst. Wir versuchen’s eine halbe Stunde per Anhalter an der Ausfahrt des Parkplatzes, doch die Touris in den großen Wohnmobilen sind sich zu schade und so sprechen wir schließlich direkt Leute an. Nach einer Stunde finden wir zum Glück ein nettes junges Pärchen aus Tschechien, das uns mitnimmt.

Abends gibt’s zur Abwechslung mal Kartoffeln mit Gemüse, nachdem doch noch ein heftiges Gewitter über den Campingplatz hinweg gezogen ist. Danach ist es so abgekühlt, dass ich trotz Fleece tatsächlich ein bisschen friere…

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