Tag 17 (18.8.): Rab – schön und schrecklich zugleich (Lopar – Frkanj)
Heute soll nach den Steigungen von gestern und vorgestern ein fauler Tag werden.
Nach dem Frühstück fahren wir nur die elf Kilometer bis Rab-Stadt
– und das reicht uns fürs erste. Erstens hat Ina unterwegs einen
Platten, zweitens herrscht auf dieser kleinen Insel ein dermaßen starker
Verkehr, dass wir ganz schön genervt sind. Kurz vor der Stadt kommt die
Blechlawine sogar ganz zum Stehen und wieder einmal müssen wir uns an einem
Stau vorbeidrängeln…

Verkehrschaos auf Rab
Wir bummeln dann ein Stündchen durch die schöne mittelalterliche Festungsstadt
Rab mit ihren vier charakteristischen Türmen und gönnen uns jeder
drei Kugeln Eis, die noch zur Belohnung dafür ausstanden, dass wir einen
Gänsegeier gesehen haben.

Rab-Stadt

Lecker Eis essen!
Dann scheiden sich die Geister – Ina möchte lieber am Campingplatz
den Rest des Tages rumgammeln, und ich möchte das gleiche gern auf der
gegenüber der Stadt liegenden, bewaldeten Halbinsel Frkanj tun, da ich
mir den Blick von dort auf die Stadt schön vorstelle. Diesmal setze ich
mich durch!

Piste auf der Halbinsel Frkanj

Rab-Stadt mit seinen vier Türmen, dahinter der Velebit
Wir finden einen schönen Platz an einer geschützten Bucht, in die
die Touris von der anderen Seite mit Wassertaxis gebracht werden, um auf der
Seeseite der Halbinsel zu baden. Auch wir verbringen den Rest des Tages badend,
lesend, Kaffee trinkend und die weitere Route planend. Dies erweist sich als
gar nicht so einfach, denn da unser nächster Fixpunkt die Plitvitzer Seen
sind, führt kein Weg daran vorbei, morgen den Velebit zu überqueren
– die Frage bleibt nur das Wo. Wir entscheiden uns für die Straße
über Oltari, da sie im Gegensatz zum 1400 m hohen Veliki Alan-Pass „nur“
bis auf 1000 m hochführt. Mal schauen wie’s wird…
Gegen Abend kochen wir uns Nudeln und beobachten, wie nach und nach alle Touris
von den Wassertaxis wieder nach Rab-Stadt gebracht werden. Wir bauen das Innenzelt
direkt am Anleger auf und ich gönne mir noch eine abendliche Haarwäsche
in der Faltschüssel.
20,2 km