Tag 16 (17.8.): Drei Inseln an einem Tag (Cres-Stadt – Lopar)
Nach einem erfrischenden Bad im Meer verabschieden wir uns von Benji, der Richtung
Süden weiterfahren möchte, und bewältigen gleich die ersten knapp
300 Höhenmeter auf den Kamm der Insel, den es sogleich wieder hinab geht
nach Merag. Auf die „Abkürzung“, die kleine direkte Verbindung
nach Merag, verzichten wir, da sie die Qualität der gestrigen Piste nach
Valun zu haben scheint. In Merag rollen wir an der wartenden Autoschlange vorbei
und bekommen auch sogleich eine Fähre nach Valbiska auf der Insel Krk.
Es ist eine sehr kurze Überfahrt, keine halbe Stunde.

Benji werkelt an seinem Rad rum

Unter Geiern (oder Geier unter sich?)
Auf Krk folgt sogleich ein ordentlicher Anstieg bis zum Ort Vrh – logisch,
denn Vrh ist das kroatische Wort für Gipfel… Dann wieder hinunter
in die Stadt Krk, in der wir uns an der Promenade niederlassen und einem Müsli
frönen. Währenddessen bekommen wir Besuch von einer etwa 40jährigen
Soloradlerin, die schon von München über die Alpen gekommen ist. Sie
ist Deutsche und wohnt in Spanien, wir unterhalten uns ein halbes Stündchen
mit ihr.

Am Hafen von Krk-Stadt
Hinter Krk-Stadt folgt das gleiche Spiel wie heute schon zweimal erlebt: einem
320 m-Anstieg folgt eine rasante 320 m-Abfahrt nach Baška. Währenddessen
werde ich jedoch in Draga Bašćanska zu einem kurzen Zwischenstopp „gezwungen“,
als mir ein Straßenverkäufer, ein älterer Herr, zwei Pflaumen
hinhält. Eine esse ich selbst – sehr lecker! – die andere bekommt
Ina. In Baška erwarten uns wieder Menschenmassen, denn hier befindet sich
einer der wenigen Sandstrände der Kvarner Bucht, der fast überquillt.
Dennoch ist der Ort äußerst schön gelegen am Ausgang eines Tales
mit schroffen Karl May-Kalkfelsen und einem tollen Panoramablick auf die vorgelagerte,
äußerst karge Insel Prvić und den Velebit. Wiederum lassen wir uns
an der Promenade nieder und kochen unter den neugierigen Blicken der vorübergehenden
Touris Spaghetti Bolognese mit dem zuvor käuflich erworbenen Hackfleisch.
Lecker lecker! Bloß mit dem Abwasch müssen wir hier etwas improvisieren…

Die Bucht von Baška

Abendbrot in Baška
Um 20 Uhr nehmen wir die letzte Fähre des Tages nach Lopar auf der Insel
Rab und lassen uns dort eine Stunde später sogleich hinter dem Anleger
auf einem staubigen Platz neben einigen Wohnmobilen nieder. Wir gehen gleich
schlafen, denn wir sind todmüde ob der vielen Höhenmeter des Tages.

Prvić im letzten Licht des Tages
Ach ja, fast hätte ich’s vergessen: ich hab heute dreimal den Geschwindigkeitsrekord
gebrochen – am Ende wurden’s 60,6 km/h.
52,9 km – 14,0 km/h