Tag 13 (14.8.): Ab auf die Insel (Pula – Mali Lošinj)
Heute lassen wir alles ganz sutsche angehen, denn unser Schiff fährt ja
erst am Nachmittag. Länger schlafen, ein paar Sachen waschen und erstes
Bad in der Adria. Am Campingplatz auschecken tun wir erst um eins, nachdem wir
eine Dreiviertelstunde in der Check-out-Schlange gewartet haben. Dann erwartet
uns der Hammer: wir sollen für die eine Nacht 198 Kuna bezahlen –
fast 30 €!!! Angesichts dieses Wucherpreises ist meine Laune erst mal im
Arsch. Trotzdem schlendern wir noch ein bisschen durch Pula und machen einen
Wochenendeinkauf in einem großen Konzum-Markt.

Platz in Pula

Römisches Amphitheater
Die MS Marina legt mit fast einer Stunde Verspätung ab, doch die Überfahrt
nach Lošinj wird wunderschön. Erst die Bucht von Pula, über die
wir noch einmal Vodnjan liegen sehen, die vorgelagerten Inseln, und als wir
dann um die Landspitze biegen, eröffnet sich der Blick in die Kvarner Bucht.
Markantester Blickfang ist der Bergrücken Osoršćica auf Lošinj,
den wir besteigen wollen, aber auch das lang gestreckte Cres und im Hintergrund
das Velebit-Gebirge auf dem Festland sind gut zu erkennen. Ebenfalls markant
ist der Doppelgipfel des Učka-Massivs im Norden Istriens. Zu allem Überfluss
taucht noch für eine Sekunde die Rückenflosse eines Delfins in einigen
hundert Metern Entfernung auf!

Der Blick auf den Kvarner öffnet sich – im Hintergrund der Velebit und Lošinj
Wir machen einen Zwischenstopp auf der Lošinj vorgelagerten Insel Unije,
deren gleichnamige „Hauptstadt“ sehr malerisch am Hang der sonst
recht kargen Insel liegt. Als wir in die Bucht von Mali Lošinj einbiegen,
geht bereits die Sonne unter, und die Stadt erwartet uns mit der ersten Beleuchtung.
Schnell kommen wir vom Schiff, füllen im ersten Restaurant den Wassersack
auf und radeln die sehr belebte Uferpromenade entlang, auf der Suche nach einem
Platz für die Nacht. Einen solchen finden wir auf einem kleinen Schotterplatz
am Ende des Weges, der am Wasser entlang führt, etwa 2 km vom Stadtzentrum
entfernt. Neben der Ruine eines Lagerhauses ist es zwar nicht sehr gemütlich,
dafür sind wir zwei Meter neben dem Meer und der Blick auf die Bucht lohnt
allemal (wenn es nicht schon so dunkel wäre...). Abends kommen noch ein
paar Leute vorbei, unter anderem ein Italiener, der auch mit dem Rad über
die Inseln fährt, aber niemand sagt etwas.

Unije

Sonnenuntergang über Lošinj
9,5 km – 12,9 km/h