Tag 12 (13.8.): Durch die rote Erde Istriens oder: Heuschrecken auf der Straße
(Škropeti – Pula)
Heute steht vor allem Radeln auf der Tagesordnung. So machen wir in Pazin nur
einen klitzekleinen Stopp zum Geldabheben und Einkaufen und rauschen dann durch
auf angenehm zu befahrener Nebenstraße bis Vodnjan. Die Landschaft wird
mit jedem Kilometer nach Süden flacher, es wird heißer und karger.
Schattenplätze neben der Straße werden rar, zweimal kommen wir durch
verkohlte Waldreste. Aber auch Olivenhaine sieht man jetzt immer öfter.

Unterwegs in Istrien
In Vodnjan machen wir eine ausgedehnte Mittagspause und schlendern noch ein
wenig durch die engen Gassen der Altstadt, italienisches Flair pur.

Altstadt von Vodnjan
Die letzten Kilometer bis Pula sind ein Klacks, wir fahren direkt zum Campingplatz
auf der Halbinsel Stoja durch, aber da wir sowieso grad am Hafen vorbeikommen,
kaufen wir auch schon mal ein Ticket für die MS Marina nach Mali Lošinj
morgen um 15.40 Uhr.
Auf dem Campingplatz erwartet uns der erste Massentourismus des Urlaubs: ein
riesiger Platz voller Wohnmobile, Wohnwagen und Zelte, alle sind sie zum Baden
nach Istrien gefahren. Da wir so früh dran sind, haben wir viel Zeit für
eine ausgiebige Dusche und essen dann auch schon um sechs Abendbrot, lecker
selbst gemachte Hamburger! Das ist ganz gewieft von uns, denn so sind wir hinterher
einigermaßen resistent gegen die vielfältigen Grillgerüche,
die uns auf dem Platz entgegenschlagen.
Nachdem wir uns von einer kleinen Felsspitze den Sonnenuntergang angeschaut
haben, fahre ich noch allein in die Stadt zurück, um ins Internetcafé
zu gehen und ein wenig durch die Gassen zu schlendern. Pula ist am Freitagabend
eine pulsierende Stadt, voller Straßencafés, Souvenirshops und
Touris. Als ich um kurz nach elf wieder auf dem Campingplatz bin, ist Ina schon
selig am Schlummern.

Auf dem Campingplatz in Pula
65,2 km – 18,4 km/h