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Reisebericht

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Istanbul 2006

Tag 4 (27.06.): Hradec Králové und Pardubice (Jinolice – Zámrsk)

Damit Jens zufrieden ist ;-), beschließen wir, bis Hradec Králové Hauptstraße zu fahren. Vorher jedoch gucken wir uns noch kurz das Zentrum von Jičín an. Das erste Stück (auf der Straße 16) ist für Radfahrer gesperrt, aber es führt kein Weg drum herum… Auf halber Strecke nach Hradec Králové kommen vereinzelte Nieseltropfen herunter, aber schon kurze Zeit später knallt die Sonne wieder.

In Hradec Králové (Königgrätz) machen wir eine ausgedehnte Mittagspause. Während Jens ins Internet-Café geht, erkunde ich die Alt- und Neustadt auf beiden Seiten der Elbe zu Fuß – sehr schön und ein starker Kontrast zu den hässlichen Außenbezirken, wie es nun einmal in vielen Städten des ehemaligen Ostblocks der Fall ist. Jens schreibt auch noch einen Brief an seine Linda, ungefähr den 25., seit wir unterwegs sind (hach, muss Liebe schön sein… ;-)). Er überlegt, ihretwegen eventuell doch nicht bis Indien zu fahren und guckt im Internet auch schon mal nach den Studienbedingungen für Geographie in Hamburg, falls er doch schon zum Wintersemester anfangen sollte.

Neben Hradec Králové empfiehlt der Reiseführer ganz besonders Pardubice (Pardubitz), das wir über eine Nebenstrecke entlang der Elbe (tschechisch Labe) erreichen. Und der vollständig von Renaissance-Gebäuden gesäumte Platz Pernštýnské náměstí hat diesen Umweg mehr als lohnenswert gemacht. Wir genießen ihn bei einem Eis.

Von Pardubice aus nehmen wir die Nebenstraße 322 über Dašice, an der ein Straßendorf nahtlos in das nächste übergeht. Bei Litětiny endet die Straße in einer Baustelle, doch ein nettes Paar lotst uns auf Umwegen vorbei. Wir würden gerne noch vor der Hauptstraße zelten, doch sobald wir stehen bleiben, fressen uns die Mücken und Bremsen. Also weiter auf die 35. Vor dem Bahnhof Zámrsk fahren wir ein Stück die alte Straße hinein, die an einem Sägewerk vor den Schienen endet, aber von der ein kleiner Weg nach links abgeht, der auf einer Wiese endet – perfekt zum Zelten! Eine sehr schnell heranziehende Front erwischt uns noch, die wider Erwarten keinen Regen, aber ordentliche Windböen mitbringt. Diese vertreiben für eine Zeitlang die Mücken, doch hinterher fallen sie dafür gnadenlos über uns her – das Abwaschen wird keine Freude…

111,4 km – 18,8 km/h – 455 hm

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